Für welche Patienten CT-gesteuerte Schmerztherapie ?

Die CT-gesteuerte Schmerztherapie führen wir bei Patienten mit Schmerzen ausgehend von der Wirbelsäule durch. Die meisten Patienten leiden unter lumbalen Beschwerden gefolgt von Patienten, die über Beschwerden ausgehend von der Halswirbelsäule klagen. Bei einem immer größer werdenden Anteil der Patienten führen wir eine CT-gesteuerte Schmerztherapie des Iliosakralgelenkes (ISG Syndrom) durch; die Ursache von Rückenschmerzen im ISG zu erkennen, nimmt immer mehr zu, oder wurde früher einfach eher als Ursache von Rückenschmezren ignoriert.

Zunächst führen natürlich eine Bildgebung der Wirbelsäule durch (entweder CT oder besser MRT). Wir wollen zunächst feststellen, was die Ursache der Beschwerden der Patientin sind, also z.B. ob ein Bandscheibenvorfall oder eine Spinalkanalstenose vorliegt, oder ob die Beschwerden auf eher eine Degeneration der Facettengelenke oder eine Gefügestörung zurückzuführen ist. Die Grenze der CT-gesteuerten Schmerztherapie ist bei neurologischen Defiziten und z.B. einem eindeutigen Bandscheibenvorfall erreicht. Bei einem Bandscheibenvorfall ohne neurologische Ausfälle ist die CT-gesteuerte Schmerztherapie eine wunderbarer Alternative auch zu einer Operation, da wir die Möglichkeit der topographischen Diagnostik durch die CT-gesteuerten Infiltrationen gegeben ist.

Vor allem Patienten mit Rückenschmerzen und festgestellter Arthrose der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) können von der CT-gesteuerten Schmerztherapie sehr profitieren. Meist sind mehrere serielle Infiltrationen erforderlich auch mit Änderung der Lokalisation der Infiltrationen, z.B. wird mit der Infiltration der Facettengelenke in der Höhe LWL 4/5 und LWK 5/SWK 1 beidseitig begonnen, und dann im Verlauf der Behandlung je nach Effekt auch die Höhe LWK 3/4 und LWK 4/5 beidseitig behandelt werden.

Bei der Infiltration wird ein Cortisonpräparat (Dexamethason; ungefähr 20mal stärker als (Prednisolon) und ein Lokalanästhetikum verwendet (z.B. Meaverin). Manche Patienten zeigen eine leichte Unverträglichkeit auf das Cortison und reagieren mit einer Hautrötung im Gesicht oder einer Erhöhung der Herzfrequenz und Blutdruck, was jedoch nur sehrkruzfritig anhält und wieder vollständig verschwindet.